Alle wichtigen Fragen zum Thema Triggerpunkte

  • Verhärtung der Skelettmuskulatur

  • Schmerzhafte Stelle oder Ausstrahlung

  • Sportliche Aktivität zur Vorbeugung

Myofasziale Triggerpunkte

Der Begriff Triggerpunkte ist die vereinfachte Form der medizinischen Bezeichnung myofasziale Triggerpunkte (mTP). In den folgenden Abschnitten verwenden wir daher Triggerpunkte (TP) und myofasziale Triggerpunkte (mTP) als Synonyme. Triggerpunkte spielen in der Schmerztherapie von Sportler*innen und nicht Sportler*innen eine bedeutende Rolle. Jedoch sind TP nicht einfach nur Schmerzquellen. (vgl. Dr. med. Andreas Kreutz - Sportärztezeitung)

Die Entstehung von Triggerpunkten

„Am Anfang des mTP steht […] eine lokal überfordernde Belastung“ (Dr. med. Andreas Kreutz). Triggerpunkte entspringen aus sogenannten Störquellen. Eine akute oder chronische Überlastung beispielsweise führt zu einer lokalen Ischämie (mangelnde Blutversorgung eines Organs). Im weiteren Verlauf entstehen knotenartige Verspannungen und die Blutversorgung verschlechtert sich bis hin zu einer regionalen Ischämie. Schmerzen und Entzündungen in diesem Bereich sind Normalität. Mit der Zeit können die Symptome nachlassen, jedoch ist dies kein Zeichen für Heilung, denn der Muskel kann sich nicht von alleine erholen. „Der Muskel lernt schnell, den Bereich des mTP abzuschalten und aus der aktiven Muskelarbeit herauszuhalten. Dafür stellt er seine intramuskulären Abläufe, aber auch ganze Bewegungsketten entsprechend um“ (Dr. med. Andreas Kreutz - Sportärztezeitung).

Folgen von Triggerpunkten

Klassische Folgen von Triggerpunkten sind muskuläre Dysbalancen. Wenn sich Triggerpunkte verdichten steigt die Gefahr, dass der Körper immer weniger die Muskulatur nutzen kann. Die Symptomatik für mTP lässt nicht zwangsläufig auf den Gesundheitszustand schließen. Einer Verbesserung der Symptomatik schließt nicht aus, dass weitere Triggerpunkte vorhanden sind. Bei nicht ausreichend der Behandlung ist ein Rückfall vorprogrammiert. „Nur in dem seltenen Fall, dass die verursachende Störung nicht mehr vorliegt, ist das mittlerweile weitverbreitete „Wegtriggern“ auch die Lösung des (Schmerz)Problems, da es sich dann nur noch um ein schmerzhaftes Problemresiduum handelt. Eine Normalisierung der ursprünglichen Bewegungsmuster ist aber auch hier noch erforderlich“ (Dr. med. Andreas Kreutz - Sportärztezeitung).

Mehr als nur Schmerztherapie

Triggerpunkte können auch ohne Symptome auftreten, daher kann man sich nicht immer auf die verursachten Schmerzen „verlassen“. Im Allgemeinen weisen Triggerpunkte, auch über die Schmerzen hinaus, auf Störungen im Bewegungsapparat hin und können die Leistungsfähigkeit beeinflussen. Solche sogenannten „sekundären Funktionsstörungen“ können sich wie folgt bemerkbar machen: 

  • „sensomotorische Dysfunktion (Störung der inter- und intramuskulären Koordination),
  • Muskelschwäche (Kraftausdauer und Maximalkraft),
  • Einschränkung der Gelenksbeweglichkeit [...],
  • vegetativ trophische Dysfunktion (Aktivierung des Sympathikus),
  • artikuläre Dysfunktion (höherer Verschleiß),
  • periphere Nervenkompressionssyndrome“ (Dr. med. Andreas Kreutz - Sportärztezeitung)

Nicht Behandlung von Triggerpunkten

Wenn Triggerpunkte nicht ausreichen behandelt werden erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für wiederkehrende Beschwerden. Vorherige Bewegungsmuster oder Fertigkeiten können nur schwer oder möglicherweise gar nicht wiederhergestellt werden. Außerdem gehören Fehlbelastungen von Muskel- und Gelenkstrukturen zu bekannten Folgen bei nicht Behandlung. (vgl. Dr. med. Andreas Kreutz - Sportärztezeitung)

Unser Lieblingszitat

Obwohl das Thema rund um Triggerpunkte noch nicht ausreichend wissenschaftlich erforscht ist, stößt es in der breiten Bevölkerung auf Anklang. Auch aus medizinischer Sicht stellt die Behandlung von Triggerpunkten einen Bestandteil der täglichen Praxis dar. Uns von Triggerdinger Mobility ist es daher umso wichtiger dich mit dem notwendigen Wissen auszustatten. Dr. Först fasst die Komplexität und Bedeutung von Triggerpunkten verständlich zusammen: "Dennoch muss die Bedeutung dieser Begriffe in der täglichen Praxis betont werden. Insbesondere in der Manualtherapie und Osteopathie ist auf dieser begrifflichen Ebene eine Kommunikation zwischen Patient und Therapeut möglich, wie auch zwischen Therapeut und Therapeut. Dabei sollte auf den reinen Wortsinn der Triggerpunkte als Auslöser, quasi Schaltknöpfe, hingewiesen werden. Durch Drücken oder Ertasten eines dieser „Knöpfe“ können einerseits Schmerzen ausgelöst, andererseits aber auch Hinweise auf verletzte oder erkrankte Strukturen gewonnen werden." (Dr. Först ist Orthopäde und Unfallchirurg sowie Beirat der Gesellschaft für Fuß- und Sprunggelenkchirurgie (GFFC), Teamarzt der BROSE Baskets Bamberg und Osteopath (M.D.O.) - Sportärztezeitung)

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Fragen zu Triggerpunkten im Überblick

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Was sind Triggerpunkte?

Kurz: Triggerpunkte sind Symptomatiken eines myofaszialen Schmerzsyndroms, die aus lokaler Hypoxie infolge diverser Überbelastungen im Muskel und den umliegenden Faszien resultieren und sich als palpable Myogelosen bemerkbar machen.


Na gut. Und jetzt nochmal auf Deutsch, bitte! 


Um das Phänomen eines Triggerpunktes zu verstehen, gehen wir zunächst auf den Begriff myofaszial ein. Er setzt sich zusammen aus dem Präfix myo-, aus dem Griechischen für “den Muskel betreffend”, und dem Wort faszial, welches die Faszien, also Bindegewebsstrukturen, betrifft. Zusammen handelt es sich also um Schmerzen, die durch eine Störung der Muskeln und den umgebenden Faszien ausgelöst werden.


Ein Merkmal sind deutliche Verhärtungen in der Skelettmuskulatur, die wir oft als Knoten wahrnehmen. Bestimmt hattest du auch mal den einen Punkt, der höllisch geschmerzt hat, wenn man mit dem Daumen reindrückt. Genau diese druckempfindlichen Stellen nennen wir Triggerpunkte. Das Wort "trigger" kommt aus dem Englischen und bedeutet Auslöser:


Sie verursachen nicht nur Schmerzen am Ort der Verhärtung, sondern können ausstrahlen, was wiederum eine Behandlung erschwert, da man oftmals nur die schmerzende Stelle als Ursprung diagnostiziert und behandelt. Beispielsweise kann die Quelle für Schulterschmerzen also oft auch im unteren Rücken, den Knien oder sogar Füßen liegen.


Zusätzlich kann sich eine Zuckungsreaktion als Antwort auf eine Druckbehandlung des Knotens bemerkbar machen.

Was sind Ursachen für Triggerpunkte?

Dieses Schmerzsyndrom wird weder durch Entzündungen noch Krankheiten, wie beispielsweise Rheuma, bedingt. Auslöser sind vielmehr Fehl- oder intensive, einseitige Belastungen, (Sport-)Verletzungen, Bewegungsmangel oder auch mentaler Stress sowie eine ungenügende Ernährung.


Aufgrund der winzig kleinen Schäden in den Muskelfasern kommt es zu einer fehlerhaften Mineralstoffversorgung, die eine lokale Dauerkontraktion auslöst, wodurch der bekannte verhärtete Knoten entsteht. Infolgedessen werden umliegende Kapillaren zusammengedrückt, die Blutzufuhr erschwert und die Fasern folglich nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Auf Dauer kann dies zu örtlichen Entzündungsreaktionen führen, die weitreichende Schmerzsignale, auch in anderen Körperregionen, auslösen.


Wie das Wort myofaszial schon sagt, betreffen die Probleme auch unsere Faszien. Diese sind leicht gesagt Bindegewebsstrukturen, die Muskeln, Knochen, Sehnen, Knorpel und Organe umhüllen und diese stützen, uns aber auch flexibel halten. Diese Eigenschaften sind auf das einerseits eher feste Protein Kollagen und andererseits auf das elastische Elastin zurückzuführen, die je nach Art Bestandteil der Faszien sind.


Die oben genannte Mikrotraumata in einem Muskelfaserbündel können auch in den sie umgebenden Faszien auftreten und ihrerseits zu Verhärtungen und Schmerzen aufgrund von Nährstoffmangel führen.


Nahezu jeder Mensch leidet an Triggerpunkten, vor allem im Nacken, Rücken und in den Schultern und tatsächlich sind diese die Hauptursache für die Mehrheit der Schmerzen im aktiven Bewegungsapparat.

Wie behandelt man Triggerpunkte?

Myofasziale Triggerpunkte sollten zweifellos behandelt werden, da es sonst zu chronischen Beschwerden kommen kann, welche sich im schlimmsten Fall auf die Psyche auswirken. Zudem wird verhindert, dass man dem Schmerz ausweicht und so durch anomale Bewegungen die Probleme nur verlagert.


Dafür gibt eine gute und eine schlechte Antwort. Die schlechte: Wie oben beschrieben ist ein Hauptmerkmal von Triggerpunkten deren Ausstrahlung. Dies macht es deutlich schwieriger die Quelle des Schmerzes zu lokalisieren.


Die gute: Sobald man weiß, woher die Beschwerden rühren, gibt es einige simple Methoden, die Verhärtungen zu lösen. 


Ziel aller Therapien ist die Förderung der Durchblutung, die die Sauerstoffversorgung gewährleistet, das Entspannen der verkürzten Muskelfasern und Faszien sowie das Abtransportieren von Entzündungsstoffen.


Bei der manuellen Therapie, zum Beispiel durch eine/n Physiotherapeutin/en, wird durch mechanischen äußeren Druck und Dehnung der betroffenen Stelle das Gewebe gelockert. Zusätzliche Massage und Wärme können den Effekt positiv beeinflussen.


Dabei ist auch die Anwendung verschiedener Faszientools möglich. Hierfür eignen sich Rollen, Bälle, “Massagehölzchen” oder selbstverständlich unsere Triggerdinger, die in erster Linie die selbstständige Behandlung ermöglichen und vereinfachen.


Andere Methoden sind die Stoßwellentherapie sowie das sogenannte “Dry Needling”, welches in Deutschland per Gesetz nur von Ärzten und Heilpraktikern durchgeführt werden darf.

Wie kann ich Triggerpunkte und Verspannungen nachhaltig vorbeugen?

Allgemein ist ausreichend Bewegung im Alltag sowie auch regelmäßige sportliche Aktivität essenziell, um deine Muskeln und Faszien ausreichend mit Sauerstoff und notwendigen Nährstoffen zu versorgen. Für den Büroalltag sind kleinere Bewegungspausen ratsam, um das lange ständige Sitzen zu unterbrechen. Wir empfehlen dir hierfür, unser “Office Mobility” Programm anzuschauen, in dem wir mit einfachen Übungen zeigen, wie du dich mit wenig Aufwand beweglich und gesund hältst. Unser Partner für betriebliche Gesundheitsförderung, MOCICA Health, hat ein ausgezeichnetes Programm für den Büro Alltag erstellt. Hier der direkte Link: tbu


Ferner solltest du auch beim Sport darauf achten, stets eine korrekte Ausführung beizubehalten, wodurch einseitige Überlastungen vermieden werden. Gerade bei intensiven Aktivitäten sollte auf ausreichend Regeneration und Nachbearbeitung der beanspruchten Gewebe geachtet werden. Auch hierfür eignen sich Triggerdinger wunderbar.


Daneben ist es ratsam, Dehnen, Faszientraining und Massagen, ob von dir selbst oder einem Partner, in deine Routine mit aufzunehmen. Keine Sorge, das musst du nicht alles täglich stundenlang machen. Schon zwei- bis dreimal pro Woche für je zehn bis 15 Minuten reichen aus, einen großen Beitrag zu deiner Gesundheit und Schmerzfreiheit zu leisten.


Natürlich sollte auf eine ausgewogene Ernährung und Stressvermeidung geachtet werden.


Liegt die Ursache von chronischen Triggerpunkten in anatomischen Fehlstellungen, sollte in jedem Falle ein Experte aufgesucht werden, mit dem weitere Therapiemöglichkeiten besprochen werden.


Wenn du mehr erfahren möchtest, können wir dir unsere Präventionskurse empfehlen!



Wo finde ich weitere Informationen dazu? Links?

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